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Schwarze Rauchwolken überschatten Veranstaltung

Die Vermutung liegt nahe, dass Petrus ein Feuerwehrmann ist, verdeckte doch nicht eine einzige seiner Wolken den strahlenden Sonnenschein. Ab 11:00 Uhr wurden die Tore geöffnet und mehr als 300 Besucher fanden den Weg zur Feuerwehr, darunter auch Kameraden aus Frauenstein im Erzgebirge.

Ganztägig hatten die interessierten Besucher Einblick auf die Fahrzeug- und Geräteausstellung. Neben den aktuellen Fahrzeugen der Feuerwehr Weilmünster war auch ein Gerätewagen 1 des Technischen Hilfswerk OV Weilburg ausgestellt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stand aber ohne Zweifel das neuerworbene alte Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Weilmünster. Der 60 Jahre Oldie stellte mit seiner begreifbaren Technik, alle modernen Fahrzeuge mit ihren hochtechnischen, teilweise digitalisierten Ausstattungen in den Schatten.

Neben der Ausstellung standen noch weitere Aktionen und Vorführungen auf dem Programmzettel der Feuerwehrleute. Für die kleinen Gäste war eine Bastel- und Malecke eingerichtet. Die Jugendfeuerwehr übernahm die Aufsicht über die Bobbycar-Löschfahrzeuge, die Hüpfburg und das Zielspritzen mit der Kübelspritze. Ebenso bot sich die Gelegenheit den richtigen Umgang mit Feuerlöschern am Feuerlöschertrainer des Kreisfeuerverbandes Limburg-Weilburg, unter fachlicher Anleitung zu üben. Weithin wurde noch eine Fettexplosion gezeigt und wie man brennendes Fett gefahrlos löschen kann.

Als Höhepunkt der Veranstaltung stand aber noch ein besonderes Event auf dem Programm! Wie schnell entwickelt sich ein Feuer in einem Zimmer von der Entstehung bis zum Vollbrand und wie geht die Feuerwehr vor um einen solchen Brand zu bekämpfen. Zu diesem Zwecke hat sich Feuerwehr Weilmünster einen für diesen Zweck konstruierten Container ausgeliehen, dem lediglich eine Wand fehlt und somit den Zuschauern den Blick auf ein eingerichtetes Wohnzimmer freigab. Ein Teelicht war der Ausgangspunkt des Szenarios, es war auf einen der beiden Sessel gefallen. In wenigen Augenblicken begann die Sessellehne zu brennen und das Feuer fraß sich immer weiter durch das Polster und sprang zunächst auf die nähere Umgebung über. Bedingt durch die zunehmende Wärmestrahlung wurden dann andere Einrichtungsgegenstände in Brand gesetzt. In weniger als zehn Minuten erfolgte die Durchzündung der komplette Wohnzimmereinrichtung. Die schwarzen Rauchwolken waren an diesem Tag die einzigen Wolken die am Himmel zu sehen waren. Der Angiffstrupp des mittlerweile eingetroffenen Löschgruppenfahrzeugs der Feuerwehr Weilmünster ging unter Atemschutz mit einem Strahlrohr in den Innenangriff zur Brandbekämpfung vor. Das Feuer war schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht. Mit dieser eindrucksvollen Demonstration sollte den zahlreichen Zuschauern vermittelt werden welches Schadensausmaß ein Feuer innerhalb von nur zehn Minuten annehmen kann. Es gilt zu bedenken, dass vom Zeitpunkt der Alarmierung bis zu den ersten eingeleiteten Maßnahmen die Feuerwehr eine Hilfsfrist von zehn Minuten einhalten muss.

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