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Brandschutzerziehung bei der freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Weilmünster

Die Brandschutzerzieher Markus Lang, Martin Haibach und Sebastian Skorno gaben Kindern einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr. Ihr Aufgabenfeld umfasst vier Bereiche: „Retten, Löschen, Schützen und Bergen“. Im Schulungsraum erfuhren die Kinder, wie ihre Arbeit vom Notruf bis zum Ende des Einsatzes abläuft.


 
Mit Hilfe einer Präsentation wurden die Aufgaben der Feuerwehr erklärt. Die Kinder lernten das richtige Verhalten bei einem Brand und einem Unfall kennen. Plötzlich wurde es hektisch Der Meldeempfänger fing an zu hupen und eine Stimme verkündete: „Achtung, Achtung, Einsatz für die Feuerwehr Weilmünster…“. Den Rest konnte man nicht mehr verstehen, denn Martin Haibach und Sebastian Skorno sammelten blitzschnell einige Dinge ein, die sie zu Demonstrationszwecken aus dem Fahrzeugen genommen hatten. Dann verschwanden, sie in der großen Fahrzeughalle, von wo ein Feuerwehrauto sogleich ausrückte.

Sebastian Skorno kam zu den Schulkindern zurück und berichtete, dass die Kameraden zu einer patientenorientierten Rettung gerufen worden waren. Eine Frau konnte nicht mit der Krankentrage durch das schmale Treppenhaus transportiert werden. Daher musste sie nun mit der Drehleiter der Feuerwehr aus dem Fenster ihrer Wohnung gehoben werden.

Anschließend wurde die Präsentation zu Ende geschaut und der Notruf besprochen. Beim Absetzen des Notrufs (Tel.: 112) sollten immer die fünf W-Fragen beantwortet werden:   

-    Wer ruft an?
-    Was ist passiert?
-    Wo ist es passiert?
-    Wie viele Verletzte sind betroffen?
-    Warten auf Rückfragen!

Mit Hilfe eines Übungstelefons durften die Kinder das Absetzen des Notrufs unter der Telefonnummer 112 üben. Die Notrufe kamen nicht bei der Leitstelle in Limburg an, sondern bei Sebastian Skorno im Nachbarraum. Dort hatte er die Aufgabe des Leitstellendisponenten übernommen. Bei ihm konnten die Kinder Unfälle vom Wohnzimmerbrand bis zum Brand der Grundschule melden. Der Anrufer durfte erst auflegen, als die angerufene Leitstelle keine Rückfragen mehr hatte und das Gespräch beendete. Beim anschließenden Rundgang durch das Feuerwehrhaus wurden die Schutzanzüge der Einsatzkräfte begutachtet, die im Alarmfall in Rekordzeit angezogen werden müssen. Die Schülerinnen und Schüler lernten die Wärmebildkamera kennen, mit deren Hilfe Menschen auch bei Dunkelheit und dichtem Rauch aufgespürt und gerettet werden können. Bei solchen Rettungsmaßnahmen werden oft auch Atemschutzgeräte und Fluchthauben eingesetzt. Die Kinder durften durch die Atemschutzmasken schauen und stellten fest, dass ihre Sicht extrem beeinträchtigt war. Auf großes Interesse stieß die Besichtigung der Fahrzeuge, die mit vielen speziellen Geräten ausgestattet sind. Weil die Frage aufkam, ob es spezielle Löschtechniken gibt, bekamen alle noch die Fognail´s  gezeigt. Das sind lange Nägel, die mit einem Hammer in z. B. eine Tür gehauen werden. An der Spitze sind feine Düsen und am Ende kann man einen D-Schlauch anschließen. So kann man mit ganz feinem Wassernebel, die Temperatur in einem Raum runterkühlen und das Risiko einer Rauchdurchzündung verringern.

Mit einem C-Hohlstrahlrohr in der Hand fühlte sich so mancher Grundschüler schon mal wie ein echter Feuerwehrmann bzw. eine Feuerwehrfrau.     

Allen Brandschutzerziehern sagen wir herzlichen Dank für diesen spannenden Vormittag.

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